PROJEKTE 2026
DILEMMA die Rolle der Frau im Monotheismus
Dilemma ist ein multidisziplinäres Kunstprojekt, das die Entwicklung der Geschlechterrollen in der Gesellschaft untersucht, beginnend bei den Mythen der Naturreligionen bis hin zum Monotheismus und der modernen Zeit. Das Projekt basiert auf Texten von Frauen und Männern, die ihre eigene Stellung oder die des anderen Geschlechts in der Gesellschaft reflektieren und analysieren. Diese Reflexionen offenbaren die Verzerrung und Deformation der Rollen von Frauen und Männern, die untrennbar miteinander verbunden sind und sich sowohl in privaten als auch öffentlichen Bereichen manifestieren.
Ausstellung: Grundlage sind künstlerischen Darstellungen von Frauen in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten, die in Malerei und Grafik umgesetzt werden. Grafik und Malerei werden ausgestellt oder in Videoprojektionen verarbeitet
Installation: In eine kinetische Installation werden die Videoprojektionen in einen immersiven Raum integriert, der den Betrachter umhüllt und die historische sowie kulturelle Entwicklung der Geschlechterrollen erlebbar macht.
Toncollage: aus Zitaten und Texten von Philosophen, Religionsführern, Künstlern und Politikern. Die Collage wird während der gesamten Ausstellung eingespielt und begleitet die visuellen und kinetischen Elemente des Projekts.
Musik: Musikalische Zitate aus der jeweiligen Zeitepoche und Live-Echtzeitkompositionen, die auf den Themen der Texte basieren, werden während der Veranstaltungen erstellt. Diese Musikstücke dienen als emotionaler Kommentar zu den gezeigten Bildern und Texten und verstärken deren Wirkung auf die Zuschauer.
Ziel des Projekts: "Dilemma" zielt darauf ab, die Komplexität der Geschlechteridentitäten und -rollen zu erfassen und darzustellen. Durch die künstlerische Synthese von visuellen, auditiven und kinetischen Elementen soll das Projekt einen tiefgehenden und umfassenden Diskurs über die Stellung und Rolle von Frauen und Männern in der Gesellschaft anregen. Es lädt die Betrachter ein, über die Entwicklung und Wahrnehmung von Geschlechterrollen nachzudenken und die Auswirkungen dieser Rollen auf das individuelle und kollektive Leben zu reflektieren.
Fragen zur Reflexion:
- Wie haben sich die Rollen von Frauen und Männern im Laufe der Geschichte verändert?
- Inwieweit spiegeln sich männliche und weibliche Aspekte in wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Prozessen wider?
- Wie weit sind wir in unserer deutschen Gesellschaft in Bezug auf die Gleichberechtigung fortgeschritten?
- Wo setzen die Grenzen der Gleichberechtigung an und welche Auswirkungen hat dies auf das private und gesellschaftliche Leben?
MALEREI
Die Malerei bildet die innere Gegenstimme zur Installation. Hier wird die kollektive Erinnerung sichtbar: ein traumatisches Frauenbild. Schichtungen, Überlagerungen und Brüche prägen die Bildflächen – als würden Erinnerungen, Beobachtungen und Projektionen gleichzeitig sprechen. Die Arbeiten oszillieren zwischen Nähe und Distanz, zwischen Körper und Abstraktion. Sie sind keine Antworten, sondern Zustände: offen, fragmentarisch, widersprüchlich.
INSTALLATION
Im Zentrum der Arbeit steht eine raumgreifende Installation aus Metall, Papier, Wachs und Holz. Sie bildet kein geschlossenes Objekt, sondern eine fragile Struktur im Zustand des Übergangs. Die Materialien wirken zugleich archaisch und verletzlich: Metall als Halt und Struktur, Papier als vergängliche Erinnerung, Wachs als vergehende Zeit, Holz als organische kreative Spur. In dieser Spannungszone entsteht ein körperlicher Raum, der nicht erklärt, sondern erfahrbar macht.
GRAFIK
Die grafischen Arbeiten bilden die stillste, zugleich präziseste Ebene des Projekts. Reduzierte Linien, Verdichtungen und Spuren stehen hier im Vordergrund. Papier wird zum Ort der Konzentration – ein Medium der Verdichtung und Auslassung. Die Grafiken zeigen kein abgeschlossenes Frauenbild, sondern Fragmente einer Erinnerung.
VIDEO
Die Installation wird durch projizierte Videoarbeiten erweitert, die historische und archetypische Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen. Diese Szenen sind keine Illustrationen, sondern Verdichtungen: Frauenbilder aus unterschiedlichen Zeiten, Kontexten und Erzählungen überlagern sich zu einem vielschichtigen Echo von Rollen, Zuschreibungen und Erwartungen.
Begleitet werden die Projektionen von historischen Texten und Stimmen, die hörbar werden – Fragmente von Biografien, Gedanken, Widerständen.
Im Raum entsteht eine zweite Ebene: Live gespielte Orgel- oder Klaviermusik reagiert unmittelbar auf das Geschehen.
Klang wird zur Kommentierung, zur Reibung, zur Öffnung des Bildraums.
Projekte 2018
pata divano über unsere Vergänglichkeit
Das Projekt über unser Verhältnis zur Vergänglichkeit, erzählt ein Märchen vom Tod als unseren Begleiter im Leben. Der Tod erscheint in unserer Geschichte dreigestaltig: dreidas Frauenfiguren repräsentieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie begleiten die Hauptfigur bei der Geburt, auf ihrem Lebensweg und am Ende wieder aus dem Leben. Eine bewegliche Installation - durch Fäden mit der Tänzerin verbunden - ist die Bühne. Die Klaviermusik ist an Themen aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ angelehnt. Gesungen werden Motetten von Vivaldi, eine Arie von Händel und eine St Grafik und Malerei wurden zu Videoprojektionen verarbeitet, die Stimmungen von Tages-, Jahreszeiten und Lebensabschnitten erzeugen.
Die Choreografie für die Sängerinnen ist aus der Gebärdensprache abgeleitet, dazu arbeiten wir mit dem Schwerhörigenverein Greifswald zusammen.
Barbara Buck - Choreografie und Tanz
Elisa Bartoszewski - Klavier und musikalische Leitung
Sara Kühn, Jorma Jesse u. Zora Köppe - Sopran
Mathias Bartoszewski - Bilder, Projektionen, Installation
Doris Hädrich, Daniela Kettner - Alt
Projekte 2024
Waldszenen
Waldszenen Robert Schumann erzählt mit seiner romantischen Komposition „Waldszenen“ einen Traum, eine Seelenreise in den „Wald des Unbewussten“. In unserer Erzählung macht sich der Kasper diese Reise. An sich für derbe wie intelligente und hintergründige Spässe bekannt, führt er den Zuhörer und Zuschauer durch eine Traumwelt.. Die Orte die er uns zeigt, entstehen in der Bühneninstallation durch projizierte Collagen. Kasper zeigt aber nicht nur die sichtbaren Bilder. Mit geschlossenen Augen leitet er die Zuhörer zu den inneren Bildern. Die Figur des Kaspers ist uns vertraut aber hier in dieser Welt fremd, so fremd wie unser Verstand im Unterbewusstsein. Zwischen Traum, Meditation und fröhlichem Kasper, Klaviermusik und Bildern wird eine Stunde für das Wohl von Ohr, Auge, Herz und Seele gesorgt.
Wiederaufnahme - Premiere am 18., weitere Vorstellung 19. Juli um 19 Uhr Waldszenen von Robert Schumann
Treckerschuppen Steinfurth
Pianistin: Josephine Mücksch
Puppenspielerin: Elisa Bartoszewski
Bühnenbild:: Mathias Bartoszewski
Kirche der Sinne Musik, Bilder und Lyrik der Romanti
Orgel - Elisa Bartoszewski Texte gelesen von Selina Böhm
2013 GABEN
Premiere war in Hamburg auf dem ev. Kirchentag 2013.
AUSSTELLUNGEN
2017 - "Dilemma" Gemeinschaftsausstellung mit Cornelia es Said, Sonia Orfila, Maria Iciak,Gerald Dunzik im Treckerschuppen - Fotografiert von Adrian Wittmann
2022 "GRENZEN" Ausstellung im RMCC in Wiesbaden - fotografiert von Karyna Derr
2022 BALANCE Tanzperformance
2023 - GRENZEN in der Kirche Ranzin 2023





























































